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Die Methode im Detail – Dialog im Dunkeln

Die Workshops werden in völliger Dunkelheit durchgeführt und die Teilnehmer werden von blinden und sehbehinderten Trainern durch ein ungewöhnliches Programm geleitet, das Authentizität, Empathie und Offenheit fördert. Themen wie Kommunikation, effektive Zusammenarbeit und Leadership stehen im Mittelpunkt und werden den Teilnehmern in praktischen Übungen und Reflexionsrunden näher gebracht.

Warum Dunkelheit?

Significant changes in an organization’s capacities to learn will only occur when deep changes in how people think and interact occur.
Peter Senge

Dunkelheit verändert die gesamte Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung der Umgebung. Anfangs kann sich zwar ein Gefühl absoluter Hilflosigkeit einstellen, der Anpassungsprozess an die Dunkelheit setzt aber sehr schnell ein, und man findet Strategien, mit ihr zurecht zu kommen. Durch den Umgang mit dem weißen Stock und die Herausforderung, verschiedene Sinne aktivieren zu müssen, beginnen die Teilnehmer ihr Umfeld auf eine ganz andere Weise anzuerkennen. Dunkelheit ist ein Mittel zum Lernen, das Milton Erickson, einer der einflussreichsten Systemdenker unserer Zeit, im Sinn gehabt haben konnte, als er sagte: „Until you are willing to be confused about what you already know, what you know will never become wider, bigger or deeper.“ Lernen in einer ungewohnten Umgebung, außerhalb der eigenen Komfortzone und ohne sich auf seinen wichtigsten Sinn verlassen zu können, macht den Unterschied zwischen einem Training im Dunkeln und einem „Standardtraining“ (sei es in- oder outdoor). Nach Erickson ist ein Kontextwechsel für das Streben nach Weiterentwicklung und Innovation notwendig und unvermeidbar. Dieser bringt die Teilnehmer auf ein emotionales Niveau, das den Lernprozess fördert und die Offenlegung verborgener Ressourcen anregt. Dunkelheit fungiert folglich als perfekter Katalysator für nachhaltiges Lernen.

Was macht Lernen im Dunkeln einzigartig?

Integration von Körper und Geist.

Erst strauchelt man, dann wird das Problem erkannt und kommuniziert. Kollegen bieten Unterstützung an, indem sie sich die Hand reichen und damit ein Gefühl von Sicherheit geben. Dieser Verankerungsprozess kann physisch wahrgenommen werden.

Der Entschleunigungsprozess.

Dunkelheit erfordert Umsicht. Die Sinne sind auf maximale Wahrnehmung ausgerichtet. Es herrscht eine konzentrierte Atmosphäre, bedachte Bewegungen fuhren zum Erfolg. Hektik ist keine Option.

Offene Kommunikation.

In der Dunkelheit werden die Teilnehmer schneller konkret, erkennen die Notwendigkeit, Fragen zu stellen und sprechen wichtige Themen schneller und leichter an. Sie entwickeln flexibles Denken und generieren besser strukturierte Lösungsansätze.

Förderung von experimentellem Denken.

Dunkelheit ist ernstzunehmender Spaß und die Übungen erinnern an Spiele aus der Kindheit. Sie fordert die Teilnehmer heraus, ihre eigenen Lösungen zu finden. Es ist wirklich faszinierend, wie Menschen im Dunkeln wachsen und verborgenes Potential aktivieren, indem sie ihre Hemmschwellen überwinden.

Vertrauensaufbau.

Vertrauen in der Dunkelheit gründet oft auf Körperkontakt. In dieser geschützten Umgebung wird dieser als so natürlich wahrgenommen, dass man oft von sich selbst überrascht ist. Diese einzigartige Erfahrung ist nicht nur für jeden Einzelnen, sondern auch für das gesamte Team bereichernd.

Die Methode im Detail – Dialog im Dunkeln

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