
Warum Dunkelheit?
Significant changes in an organization’s capacities to learn will only occur when deep changes in how people think and interact occur.
Peter Senge
Dunkelheit verändert die gesamte Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung der Umgebung. Anfangs kann sich zwar ein Gefühl absoluter Hilflosigkeit einstellen, der Anpassungsprozess an die Dunkelheit setzt aber sehr schnell ein, und man findet Strategien, mit ihr zurecht zu kommen. Durch den Umgang mit dem weißen Stock und die Herausforderung, verschiedene Sinne aktivieren zu müssen, beginnen die Teilnehmer ihr Umfeld auf eine ganz andere Weise anzuerkennen. Dunkelheit ist ein Mittel zum Lernen, das Milton Erickson, einer der einflussreichsten Systemdenker unserer Zeit, im Sinn gehabt haben konnte, als er sagte: „Until you are willing to be confused about what you already know, what you know will never become wider, bigger or deeper.“ Lernen in einer ungewohnten Umgebung, außerhalb der eigenen Komfortzone und ohne sich auf seinen wichtigsten Sinn verlassen zu können, macht den Unterschied zwischen einem Training im Dunkeln und einem „Standardtraining“ (sei es in- oder outdoor). Nach Erickson ist ein Kontextwechsel für das Streben nach Weiterentwicklung und Innovation notwendig und unvermeidbar. Dieser bringt die Teilnehmer auf ein emotionales Niveau, das den Lernprozess fördert und die Offenlegung verborgener Ressourcen anregt. Dunkelheit fungiert folglich als perfekter Katalysator für nachhaltiges Lernen.